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Geschrieben von Administrator
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Dienstag, 1. April 2008 |
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Krieg tötet, verwundet, verwüstet, hinterläßt zerstörte Städte und Dörfer - und zerstörte, verstörte Menschen. Ivana Sajko, mit 33 Jahren eine der großen Autorinnen der jungen Generation in Europa, führt uns in die Welt eines unbekannten Opfers. In ihrem Roman Rio Bar begegnen wir einer Frau, die auch zehn Jahre später das Trauma ihres Albtraums nicht überwunden hat.
Sie hat in ihrem blutverschmierten Hochzeitskleid die Detonation einer Bombe überlebt. Ihr Leben aber ist zerrissen - für alle Zeit. Diese Frau sucht Antworten und sucht Nähe und findet dabei nur Brutalität und Abweisung. Sie will im Alkohol vergessen, der sie immer weiter zerstört.
Ivana Sajko ist dabei eine scharfe Beobachterin nicht nur dieser Frau sondern auch der Gesellschaft und des Alltags in Kroatien, zwischen und nach den Zeiten der Gewalt. |
Sie beschreibt aus der Sicht ihrer Protagonistin die verblendeten siegestrunkenen, zur Gewalt bereiten jungen Soldaten und die Fremden, die zur Erholung kommen, panisch fliehen, um anschließend als gierige Immobilien - Schnäppchenjäger und Investoren wieder zu erscheinen. Nie zuvor sind Irrsinn und Alltag der Ereignisse auf dem Balkan aus der Sicht eines Opfers so beklemmend beschrieben worden.
Ivana Sajko : Rio Bar, Roman
Matthes & Seitz Berlin
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 1. April 2008 )
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