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Geschrieben von Administrator
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Dienstag, 25. März 2008 |
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Alte Häuser haben ihre Geschichte - ihre Mauern bergen zwischen Keller und und Dachboden Geheimnisse , in ihren Räumen haben sich Glück, Unglück, Geburt und Tod zugetragen. Jenny Erpenbecks Roman "Heimsuchung" macht uns mit einem Haus und einem Grundstück an einem märkischen See vertraut, das Lebensraum für Generationen war, von Menschen, die alle bleiben wollten und doch nicht bleiben durften - die fortgeschafft oder fortgehen mussten, weil die Geschichte, weil Umstände und Willkür sie zwangen. Wir nehmen an ihrem Schicksal Anteil, sind gerührt und betroffen. Nur einer bleibt, bleibt zurück, überlebt das alles sehr lange, der Gärtner, der vom jungen Mann zum Greis wird. Jenny Erpenbeck, die letzte Besitzerin dieses Hauses der Hoffnungen, Erwartungen und Enttäuschungen erzählt das in einem unvergleichbarem Ton, poetisch, träumerisch zuweilen und dann wieder mit knapper Härte, die betroffen macht. Schicksale von Menschen, die einander folgen bis zum traurigen Abschied der letzten Bewohnerin und zum Abriß - was am Ende bleibt ist eine Baugrube. Ein großer bedeutender Roman !  
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