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Geschrieben von Administrator
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Montag, 4. Februar 2008 |
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Leben bis zum Schluß - aber wie ? Diese Erinnerungen von Petra Thorbrietz sind ein ergreifendes Dokument über die 112 Tage zwischen der Diagnose "unheilbar" und dem Tod ihres Mannes, mit denen sie eine Selbsttherapie unternimmt und versucht die verzweifelten Aktivitäten darzustellen, Arzttermine und immer neue Versuche doch noch das Leben des geliebten Menschen verlängern zu können. Wer das in der eigenen Familie und im Bekanntenkreis einmal erlebt hat, weiß, wie wichtig es ist sich rechtzeitig, in der Phase der Gesundheit, mit diesem Thema zu beschäftigen.
Diese Schrift über Abschiednehmen und würdevolles Sterben, will indes mehr - es ist ein Plädoyer gegen das Wegsehen. Die Autorin hat erkennen müssen, wie wenig selbst Ärzte über das Sterben und den Tod wissen, daß auch sie verdrängen und hilflos sind. Sie zeigt uns, wie die Schwerstkranken oft sich selbst überlassen werden, abgeschoben, allein gelassen, entsorgt.
Bereits bei der Auswahl der möglichen Behandlungsmethoden wird je nach Ort oder Klinik entschieden - Bestrahlung, Chemotherapie oder Bestrahlung ? Zwischen den Spezialisten gibt es keinen Austausch an Informationen, Ehrgeiz und Selbstsucht sind oft entscheidend - auf Kosten der Patienten. Die Nachlässigkeit gilt auch für die richtige Wahl der Schmerztherapie und für die letzten Tage und Stunden. Die Autorin muss feststellen : es gibt viel zu wenige Einrichtungen der Palliativ - Medizin und eine viel zu geringe Zahl der Hospize. Sie stellt dabei nicht fest sondern beschreibt die Situation von vielen Patienten, alten und jungen, die dem Tod geweiht sind. Ein Buch für alle, die nicht wegschauen sondern für sich und ihre Angehörigen bewusst mit Krankheit und Tod umgehen.
Eindrucksvoll und wichtig ! 
Petra Thorbrietz : Leben bis zum Schluß
Verlag : Zabert - Sandmann
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