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Späte Ehrung für Doris Lessing PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Dreißig Jahre musste sie warten - und sie hatte längst nicht mehr damit gerechnet. Nun wurde sie doch geehrt mit 87 - Doris Lessing, die Literaturnobelpreisträgerin 2007. Geehrt nicht nur für ihr Lebenswerk mit fünfzig Büchern sondern auch für ihr Engagement, ihre politische Haltung, ihre Unerschrockenheit. Welch arrogante Mäkeleien von Marcel Reich-Ranicki, der sogleich verkündete, er habe drei Bücher "in den Händen gehabt", sie nicht zu Ende gelesen und halte nicht viel von ihr so wie die Stockholmer ja in den vergangenen Jahren immer wieder merkwürdige Entscheidungen getroffen hätten wie zum Beispiel für eine deutschsprachige Autorin ( gemeint ist Elfriede Jelinek ), deren Namen er zu nennen sich zu schade ist. Ihn, den Literaturpapst sollten sie fragen !    Oder Dennis Scheck, der von einer krassen Fehlentscheidung faselt - während Elke Heidenreich bekennt, alles von der Lessing "rauf und runter" gelesen habe. Mit Doris Lessings Ehrung hatte keiner mehr gerechnet, am wenigsten sie selbst. Sie kam vom Einkaufen, als sie davon erfuhr. Sie ertrug es mit Fassung und  wohl auch stiller Freude. Es ist nie zu spät.
 
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