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Das Ende ist mein Anfang PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Dienstag, 9. Oktober 2007

Tiziano Terziano hat ein Abschiedsbuch geschrieben : Über das Leben und über das Sterben. Er hat es erzählt, seinem Sohn, in den Wochen vor seinem Abschied, vor seinem Tod. Der Spiegel – Korrespondent von einst, der Jahrzehnte in Asien unterwegs war, der mit seinem Lächeln der Hinrichtung durch die Killer Pol Pots entkam, der im Himalaya meditierte,  der sich zu den Krisenherden der Welt aufmachte, um über die Konflikte zu berichten, wusste am Ende, diese Arbeit war eine vergebliche, notwendige und schließlich unnötige Information von Millionen Lesern über den immer wiederkehrenden Zwang zum Zerstören und  Töten. Terziano, der Beobachter, findet erst vor seinem Tod zum wahren Sinn, so wie vermutlich die meisten von uns. Er erkennt Schönheit der Schöpfung, das Schlichte, die kleinen Wunder – und er sieht die letzte Etappe  seines Daseins als Anfang eines Neubeginns, nicht in der Erwartung der Wiedergeburt sondern als Teil des Kosmos. Er, der Todgeweihte, unheilbar, ist von Gewissheit erfüllt, von Vorfreude auf das Danach, auf ein Weiterleben in neuer Form, frei von allen Wünschen lässt er los. Ein Trost ? Hoffnung für den Zweifelnden ?

Ein bewegendes Buch, das Ende als Erlösung oder als Auflösung, als Aufgabe und Hingabe.

 

Tiziano Terzano : Das Ende ist mein Anfang – Deutsche Verlagsanstalt

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 9. Oktober 2007 )
 
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